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das leben ist fair

das leben ist fair. ohne es zu wollen beginnen wir zu existieren. gezeugt in einem akt, wir wurden nicht gefragt. geschubst in diese welt, nackt und hilflos. keiner hat uns gesagt, was auf uns wartet, keiner hat uns gezeigt, wie alles endet. wir werden größer, wir werden älter, keiner hat uns gezeigt, wie es geht. wir müssen selber wissen, was zu tun ist. das leben ist fair.

wir führen unser leben, wir versuchen es. wir wissen doch nicht, was leben ist. ständig im gedächtnis, das leben endet. wir wollen soviel, wir wollen alles erleben, aber was gibt es denn zu erleben, wenn wir nicht wissen, was leben ist. das leben ist fair.

wir werden älter, entdecken uns selbst. wir bekommen augen für das andere geschlecht. schon wieder erfahren wir neue probleme und keiner hat uns gesagt, was uns erwartet. wir stehen da wie die letzten deppen, wir verlieren unser gesicht. voller schmach, voller gram fristen wir unser leben. das leben ist fair.

die erste liebe, vielleicht auch die zweite. wir schweben auf wolke sieben, das herz schlägt vor glück. dann der abschied, voller tränen, voller schmerz. der liebeskummer kommt. es ist so hart, es tut so weh. keiner hat uns davor gewarnt. wir durchschreiten das tal der tränen, ein entsetzlicher schmerz. das leben ist fair

gefühle kann man nicht vergessen, gefühle lassen sich nur verdrängen. wir leben weiter, mit verdrängten gefühlen. mit heimlichen wünschen, mit einer inneren sehnsucht. nach außen sind wir stabil, stehen im leben, jeder sieht wie stark wir sind. nachts weinen wir uns in den schlaf. keiner darf wissen, dass wir verletzlich sind. keiner kann uns helfen, weil uns nie jemand gezeigt hat, wie man helfen kann. das leben ist fair.

man lebt weiter, das große spiel ist noch nicht zu ende. keiner hat uns die regeln erklärt, aber wir spielen weiter. keiner darf wissen, dass wir es nicht können. wir müssen uns ziele setzen, aus uns soll doch mal was werden. wir setzen uns ziele und versuchen sie zu verwirklichen. jeder sagt uns, dass man aus sich was machen muss. keiner sagt uns, ob es richtig ist. das leben ist fair.

wir müssen unsere wege gehen, allein, denn niemand kennt unseren weg. wir müssen uns selbst verantworten, schließlich sind wir erwachsen, aber niemand hat uns gesagt, wann wir erwachsen sind. niemand hat uns erklärt, wie man erwachsen wird. wir verlieren unser inneres kind, der spaß ist vorbei, der ernst des lebens hat begonnen. keiner hat uns gesagt, dass das leben ernst ist. keiner hat uns gesagt, wie man das leben leben soll. wir tun es einfach, weil wir nicht wissen wie es geht. es hat uns nie jemand erklärt. das leben ist fair.

wir gründen eine familie, ein akt, ohne unsere kinder zu fragen. wir schubsen sie auf die welt, aber wir erklären ihnen nicht, wie das spiel läuft, denn wir wissen es nicht. unsere kinder werden groß, wir werden alt. wir haben es zu etwas gebracht, sagen unseren kinder, sie sollen sich ziele setzen. wir sind alt, der lebensabend naht, wir wissen nicht warum. unsere kinder sind erwachsen, sie haben eine familie gegründet. ohne ihre kinder zu fragen. das leben ist fair.

wir sterben, der geist ist erloschen, keiner hat uns erklärt warum. wir sind tot und kommen nie mehr zurück. keiner hat uns gefragt, ob wir das wollen, aber so ist das spiel, wir haben die regel kapiert. wir können es nun aber nicht mehr erklären. das leben ist fair.

uns hat niemand gefragt, ob wir kommen wollen, uns hat niemand gefragt, ob wir gehen wollen. wir kommen und gehen und keiner hat uns erklärt warum. vorher gab es keinen raum, es gab keine zeit, es gab kein spiel. danach gibt es keinen raum, keine zeit, das spiel ist vorbei. keiner hat uns gefragt, ob wir überhaupt mitspielen wollen. das leben war fair.

wir werden geboren, also müssen wir sterben, aber was macht das für einen sinn? warum müssen wir leben, um später zu sterben? manche sagen, unser leben hat einen sinn, wir müssen ihn nur suchen, aber wer hat diesen sinn gefunden? warum soll ich nach einem sinn zum leben suchen, wenn ich doch sterben muss. warum suchen wir nicht nach einem sinn für den tod. warum sind die regeln so und nicht anders? warum darf ich nicht bleiben, warum muss ich gehen. es hat mich doch keiner gefragt. also frage ich dich, warum willst du mitspielen, wenn du eh nur verlieren kannst?

 

das hier stammt nicht von mir sondern von einem guten freund 

3.10.07 19:01
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


reallywant / Website (3.10.07 21:03)
Stimmt das wirklich ? Wer bin ich ?

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